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FERBA-Vollversammlung in Frankreich im April 2010 beschließt Resolution
für die Weiterentwicklung der Berglandwirtschaft


 

Ende April fand im Olympiaort von 1992 Albertville in Savoyen (Frankreich) die jährliche Vollversammlung der F.E.R.B.A. (Europäische Föderation der Rinderrassen des Alpensystems) statt. Vollzählig waren die Vertreter der 11 Mitgliedsorganisationen der Einladung des Präsidenten Johann Weissensteiner gefolgt. Ihnen konnte ein sehr interessantes Programm geboten werden, das von der F.E.R.B.A.-Direktion in enger Zusammenarbeit mit der lokalen Zuchtorganisation der Tarentaise-Züchter und mit Unterstützung der UCEAR (Union des Coopératives d’Elevages Alpes-Rhône) vorbereitet worden war.

Resolution für die Weiterentwicklung der Berglandwirtschaft
In der Vollversammlung haben die FERBA-Mitglieder ihre Vorstellungen für nach 2013 diskutiert und dazu eine Resolution verfasst, welche an den amtierenden EU-Kommisar für Landwirtschaft Dr. Dacian Ciolos, die Europäische Kommission und den verschiedensten nationalen Entscheidungsträgern auf nationaler und EU-Ebene übermittelt wurde.
In ihrer Resolution sind folgende fünf Schwerpunkte für die Weiterentwicklung der Berglandwirtschaft unabdingbar.
1)    Aufrechterhaltung der Förderung der Zuchttätigkeit seitens der öffentlichen Hand für die Bereiche der Leistungsprüfung und Herdebuchführung.
2)    Schutz der Bergrinderrassen durch spezifische EU-Programme
3)    Förderung der nachhaltigen Viehzucht bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung erprobter, traditioneller alpiner Halteformen
4)    Anerkennung des Alpinen Systems in den Richtlinien der Bioproduktion
5)    Unterstützung von Programmen zur Förderung der Qualität regionaler Lebensmittel und ihrer eindeutigen Kennzeichnung.
Diese Resolution wurde von allen Mitgliedern einstimmig beschlossen. Hervorgehoben wurde ausserdem, dass gerade im Jahr 2010, dem Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt, die Züchter der autochthonen Bergrinderrassen für ihre Leistung, diese Rassen bis in die Gegenwart hin erhalten zu haben, volle Anerkennung und für ihre gegenwärtigen Anliegen die Unterstützung von den Verantwortungsträgern aus Politik und Wirtschaft verdienen.

 


Im Anschluss an die Vollversammlung hatte man auch die Möglichkeit mit dem französischen EU-Abgeordneten Michel Dantin zu diskutieren. Dantin berichtete dabei von den Herausforderungen der EU im Allgemeinen und im Speziellen für die Berglandwirtschaft, wo schon zahlreiche Initiativen gestartet wurden. Für Dantin ist wichtig, dass sich die Vertreter der Berglandwirtschaft schnell und einhellig auf einen Diskussionsvorschlag einigen, damit die Interessen der Berglandwirtschaft bestens vertreten werden. Dazu wurde auch schon ein eigener EU-Ausschuss für die Zukunft der Berglandwirtschaft gegründet, wo sämtliche Fragen über die Weiterentwicklung und Erhaltung der arbeitsintensiven und für die Allgemeinheit so wichtigen Berglandwirtschaft diskutiert werden.

 

 

 

 

Erfolgreiche Arbeitstagung der FERBA anlässlich der internationalen Messe „fieragricola“ in Verona, am 6. Februar 2010

 

Am Samstag, dem 6. Februar 2010, traf sich die Arbeitsgruppe des Vorstandes zur Evaluierung der aktuellen Situation sowie zur Vorbereitung der Generalversammlung. Die Generalversammlung wird am 23. April 2010 in Albertville in Frankreich stattfinden.

 

An der Arbeitstagung nahmen teil: ( v.l.: ) Alain Ghignone, Dr. Christina Müller, Direktorin der FERBA, Ing. Otto Hausegger, Dr. Paolo Scrocchi, Generaldirektor der AIA, ÖR Erich Scheiber, Vizepräsident der FERBA, Ing. Gottfried Hainz und Dr. Italo Gilmozzi.

 

Dr. Paolo Scrocchi, Generaldirektor der AIA (dies ist die Nationale Züchtervereinigung Italiens, die alle Organisationen aller landwirtschaftlichen Viehgattungen und aller Rassen umfasst), beehrte die Arbeitsgruppe mit seinem Besuch und seinen Anmerkungen zur Bedeutung der Rassen des Alpinen Systems. Zentrales Thema dabei war das Leistungspotential dieser Rassen. Dr. Scrocchi verwies darauf, dass sie immer Dreinutzungsrassen waren und auch heute noch sind. Dass diese Tiere hervorragend in der Milch und Fleischqualität sind, bezeichnete er  nicht als wirklich neue Erkenntnis. Anstelle der Zugleistung, früher waren die Tiere ja unentbehrlich als Zugtiere in der Landwirtschaft, ist nun die Umweltleistung getreten. Die Rassen des Alpnen Systems erhalten nicht nur die Umwelt, sonder sie gestalten diese im positiven und nachhaltigen Sinn.

 

 

Dr. Paolo Scrocchi und ÖR Erich Scheiber sind sich einig: "Die Bergrinderrassen sind etwas Besonderes". 

 

 

 

 

Bericht zur letzten Generalversammlung am 3. Juli 2009



Am Freitag, dem 3. Juli 2009 hat in Hüttschlag im Nationalpark Hohe Tauern die Generalversammlung der europäischen Föderation der Rinderrassen des Alpensystems stattgefunden.
 
Für die gelungene Organisation zeichnete die ARGE Pinzgauer mit Obmann Dir. Christian Dullnigg und Geschäftsführer Mathias Kinberger verantwortlich. Zu Beginn der Versammlung wurde der Nationalpark von seinem Direktor DI Wolfgang Urban vorgestellt.  
 
 
 
 
An der Tagesordnung stand unter anderem die Neuwahl der Organe. Ing. Gottfried Hainz wechselte von der Geschäftsführung in den Vorstand der FERBA, zur neuen Direktorin wurde Dr. Christina Müller von der Nationalen Vereinigung der Grauviehzüchter Italiens gewählt. Österreich ist in der F.E.R.B.A. Organisation stark vertreten: ÖR Erich Scheiber wurde als Obmannstellvertreter und Otto Hausegger sowie Christian Dullnigg als Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Die Vertreter aus den italienischen Provinzen Trient und Aosta wurden sowie die Vertreter aus Deutschland und Frankreich wieder bestätigt.
 
 
 

 


 
 
Ein besonderer Anlass zur Freude war die Aufnahme der 12. Rasse, der Tux-Zillertaler Rasse, als neues Mitglied in die Organisation. Ing. Christian Moser kann sich somit als 3. Vertreter der „wehrhaften“ Rassen bezeichnen, denn diese Eigenschaft spielt sowohl bei den Eringern als auch bei der kastanienfarbenen Valdostana eine Rolle.
 
 


 
In der Generalversammlung wurde die Erstellung einer Resolution zum Thema standortangepasste natürliche Produktion sowie über die Natürlichkeit der Lebensmittel bzw. der genauen und nachvollziehbaren Kennzeichnung von Lebensmittel beschlossen. Man spricht sich klar gegen irreführende Bezeichnung wie Analogkäse und Schinkenimitate aus.
 
Informationen zur FERBA: www.ferba.info
 
 


 
Amtsübergabe: Ing. Gottfried Hainz ( 3. v.l) übergibt an Dr. Christina Müller, weiters am Bild:  von links. Ob.Stv. ÖR Erich Scheiber, Obmann Johann Weißensteiner und Ob.Stv.Konrad Schwär




 

In der Generalversammlung 2008 wurde beschlossen, nachfolgende Resolution an die EU zu richten:

 

Brief an Komissarin Fischer Boel